Google+ Gritstone Seakayaking: Video
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Donnerstag, 25. Oktober 2012

Wellensuche auf der Nordsee

Nach meinem Kurs auf der Ostsee ging es zunächst einige Tage nach Hamburg um alte Freunde zu besuchen. Mit Verlassen des Campingplatzes in Rosenhagen öffnete der Himmel leider seine Schleusen und sollte damit auch für die nächsten Tage nicht wieder aufhören. Egal... weiter gings dann nach Cuxhaven um wiederum einige Freunde zu besuchen.
Um das Kajak auch nachts einigermaßen gesichert auf dem Autodach belassen zu können, habe ich mir bei unserem Abstecher nach Hamburg noch ein ummanteltes Stahlseil incl. verpresster Schlaufe und einem korrosionsfesten Vorhängeschloß gegönnt.
Nachdem ich im Seekajakforum darum gebeten hatte, von einem erfahrenen Paddler mal mit aufs Wasser genommen zu werden, sich aber von den "alten Hasen" keiner dazu herabgelassen hat, meldete sich Mike aus der Nähe von Hannover bei mir. Er, genau wie ich Anfänger was das Seekajakfahren anbetrifft, wollte mit mir ein paar Wellen surfen. Gesagt, getan. Wir verabredeten uns 2 Stunden vor Hochwasser am Sahlenburger Strandzugang auf einem Parkplatz für Wassersportler, rödelten uns an und sprangen ins Wasser.

Sahlenburger Strand 1 Sahlenburger Strand 2

Dienstag, 27. März 2012

Geierswalder See

Nach einer Woche Winterurlaub in Österreich gings am Sonntag, dem 25. März 2012, nochmals an den Geierswalder See um den "Cetus MV" weiter zu testen und an den Fertigkeiten zum Thema Safety & Rescue zu feilen. Bei traumhaftem Wetter mit mittlerer Windstärke, 18°C Lufttemperatur und Sonne pur, trieb es viele Leute in das Seengebiet um Senftenberg, da einem hier alle Möglichkeiten wie Wassersport, Skaten, Fahraddfahren und Wandern offenstehen. Glücklicherweise hielt sich der Wasserverkehr in Grenzen!

Auf dem Wasser zeigte das Boot von "P&H" seine Qualitäten bei Wind und in kurzen 50 cm hohen Wellen. Der Bug schnitt gut durch die Wellen, ohne zu platschen oder nass zu laufen. Zum Surfen waren die Wellen nicht wirklich gut zu gebrauchen, so dass sich meist nur kurz das trotzdem sehr schöne Gefühl einstellte, von der Welle getragen zu werden. Der (oder das?) Skeg hat wunderbar funktioniert und erheblich zum Paddelkomfort auf sämtlichen Kursen beigetragen. So habe ich für die Seeumrundung incl. Pause nur knapp 2 h benötigt.


Anschließend folgten noch ein paar Roll- und Wiedereinstiegsversuche mit mittlerer Beladung des Bootes. Mit sauberer Technik rollt man schnell und sauber durch um anschließend mit einem schnell ausgeführten Hüftknick erst das Boot aufzurichten und dann den Oberkörper nachzuziehen. Soviel zur Theorie...

Die ersten Versuche haben leider erst beim 2. oder 3. Mal funktioniert, was aber meiner (noch) schlechten Technik zuzuschreiben ist. Später lief es dann besser. Hier gibt es weiterhin Nachholbedarf.
Die Übungen zum Wiedereinstieg liefen deutlich besser und haben auch bei Wellen ohne Paddelfloat funktioniert. Lediglich die noch nicht nachbearbeiteten Fußrasten (siehe "Getting wet the first time...") haben mal wieder Probleme bereitet, da sie sich unkontrolliert verschieben.

Die auf dem Foto zu sehende Braunfärbung des Strandes kommt dadurch zustande, dass das einlaufende Grundwasser sauerstofffrei ist und zweiwertiges Eisen einbringt. Dieses wird vom sauerstoffreichen Wasser des eigentlichen Sees oxydiert und fällt als Eisenocker auf den Seeboden aus. [Quelle: www.unterwasserwelt.de]
Das kann man auch gut an den bleibenden Flecken am Bootsrumpf erkennen, so dass es sich empfiehlt das Boot nach der Nutzung mit frischem Süßwasser feucht abzuwischen.

Montag, 5. März 2012

Getting wet the first time...

Nachdem letztes Wochenende die Jungfernfahrt aufgrund des Eises nicht gemacht werden konnte, ging es diesmal an den Geierswalder See nahe Senftenberg. Der See ist einer von zahlreichen gefluteten Tagebaurestlöchern in dieser Gegend und soll nach der kompletten Flutung einmal 620 Hektar Wasserfläche haben. Die Wetteraussichten waren gut - also ging es morgens von Dresden aus los.

Nach einer reichlichen Stunde Fahrt empfing uns der Parkplatz vor dem See mit gähnender Leere - ein im Sommer eher seltenes Bild. Schnell wurde das Boot abgeladen und "seetauglich" ausgerüstet.


Der Bootswagen leistete gute Dienste, so dass sich der Kraftaufwand in Grenzen hielt. Nichtsdestotrotz ist das Boot (im leeren Zustand) sehr gut auch für eine Person zu tragen.


Auf dem Wasser zeigt sich der Cetus MV sehr leichtläufig mit gutem Geradeauslauf. Bei Wind lässt sich gut mit dem sehr leichtgängigen Skeg arbeiten. Nach ein paar Anläufen findet man die richtige Einstellung ziemlich schnell. Die gute Anfangs- und Endstabilität lässt entspanntes Ankanten problemlos zu und verhilft dem Cetus MV zu einer angenehmen Wendigkeit. Das geräuschlose Dahingleiten mit diesem Seekajak ist einfach traumhaft!


Zum Abschluß folgten noch einige Übungen zum Wiedereinstieg und zum Rollen! Hier besteht allerdings noch Nachholbedarf, da die Wassertemperaturen keine allzu ausgedehnten Wasseraufenthalte zuließen. Der Trockenanzug hält zwar wunderbar warm und trocken, allerdings werden Hände und Gesicht trotz Handschuhen und Kopfhaube irgendwann kalt.

Fazit der Jungfernfahrt: sehr schönes Boot mit toller Performance mit lediglich 2 Abstrichen, die noch behoben werden müssen. Zum einen sind die Schenkelstützen für mich sehr unangenehm, da sie etwa mittig auf die Oberschenkel drücken und mir so auch nicht allzuviel Halt geben. Zum anderen sind das die Fußrasten, welche leider für mich zu kurz sind, so dass ich sie aushängen muss und bis zum Ende der Schiene schieben muß, um sie nutzen zu können. Dadurch können sie sich aber verschieben, da sie dort nicht einrasten, was ein nicht unerhebliches Risiko darstellt. Mal schauen, was die nächste Bastelstunde bringt...
Das restliche Equipment hat erwartungsgemäß gut funktioniert und trägt erheblich zum Paddelspaß bei, da hier nichts drückt oder scheuert. Auch die im trockenen Zustand sehr schwer zu befestigende Spritzdecke hat sich im nassen Zustand als ausreichend leichtgängig herausgestellt!

Montag, 27. Februar 2012

Midway - plastic-disaster

In einem aufsehenerregendem Video auf der Seite www.isladebasura.com konfrontiert uns Chris Jordan mit einem Problem vor dem wir alle allzugern die Augen verschließen: Tonnen von Plastikmüll in allen Weltmeeren. Im geschilderten Fall macht er uns mit schockierenden Aufnahmen vom Midway-Atoll auf die Müllberge aufmerksam, die nahezu unsichtbar auf und unter der Wasseroberfläche vor sich hintreiben. Auch oder gerade dieser ausgesetzte Ort, von dem es 2000 Meilen bis zum nächsten Kontinent sind, macht es deutlich, dass dieses Problem auf alle anderen Lebewesen zurückfällt, egal, wie weit sie von den "Problemzonen" entfernt sind.



Die sehr gut inszenierten Aufnahmen verstehen es, dem Zuschauer diese sonst sehr schwer fassbaren Berichte über riesige, im Meer treibende Müllansammlungen vor Augen zu führen und zum Nachdenken anzuregen. Chris Jordan möchte mit seinen Werken nicht in erster Linie die Schlechtheit der Menschheit anprangern, sondern versuchen das Bewusstsein für solche Problematiken zu schärfen - um das allgemeine Interesse an einer Problemlösung zu fördern! Denn wer kann sich schon Millionen von Plastikteilchen bildlich vorstellen?!

Auch in vielen seiner anderen Werke versteht er es unfassbare Zahlen von aktuellen Missständen bildlich zu vermitteln.

Dienstag, 21. Februar 2012

Eskimotieren für Anfänger...

Um die kalten Wintermonate sinnvoll zu nutzen, gings zum Eskimotier-Hallentraining in Dresden. Der Kurs wurde von der TU-Dresden angeboten und ging (leider nur) 7 Wochen lang.

Nach Aufwärmung und Dehnungsübungen wurde anfangs zunächst der essentiell wichtige Hüftknick in den bereitgestellten Polokajaks geübt. Später kamen die ersten Übungen zum Aufrichten mit Schwimmbrett und die ersten Rollen mit Brettern. Nachdem die Abläufe gefestigt waren, ging es mit dem Paddel weiter. Anfangs noch mit Auftriebshilfe, später ohne.



Alles in allem ein sehr schöner Kurs, der leider viel zu schnell vorbei war. Ein wenig mehr Zeit zur Festigung der Fähigkeiten wäre schön gewesen, aber im Sommer gibts den nächsten Kurs, im Stauseebad Cossebaude. Dann aber mit dem eigenem Boot!

Mittwoch, 8. Februar 2012

Animierte Übungen zum Kajakhandling

Auf der Seite KayakPaddling.net gibt es zum leichteren Erlernen und Verstehen von Übungen zum Kajakhandling, viele, mit großer Liebe zum Detail animierte Grafiken.

Behandelt werden Themen wie Grundfertigkeiten fürs Paddeln, Sicherheitsgrundlagen sowie Stützen und Eskimorolle.

Die gezeigten Übungen ersetzen zwar keine Ausbildung, helfen aber durch die sehr gelungene Veranschaulichung wesentlich beim Verständnis der Inhalte eines Kajakkurses. Zudem sind die Erklärungen in zahlreichen Sprachen verfügbar. Zum Abspielen wird lediglich ein Flashplayer, z.B. von Adobe benötigt!

Für alle, die sich die Animationen nicht übers Internet anschauen wollen, gibts das Ganze auch als kostenfreien Download. Sämtliches Material der Website kann frei verwendet werden!


Montag, 6. Februar 2012

"Abenteuer Kajak" von Olaf Obsommer

Seit geraumer Zeit läuft die Vortragsreihe "Abenteuer Kajak" von Olaf Obsommer in ausgewählten Locations in ganz Deutschland. Ein paar Termine sind noch frei, es lohnt sich.


Es erwarten euch spannende Abenteuer aus der Welt des Kanusports. Action, Adrenalin, packende und spannende Geschichten mit atemberaubenden Landschaften, fremden Kulturen und großartigem Sport werden euch 3 Stunden fesseln und fordern.

Höhepunkt ist ein Film über die Kongo Expedition von Ben Stokesberry mit einem Ausgang, der schlimmste Alpträume übertrifft. Der Preis für Leidenschaft und Abenteuer kann hoch sein... [Quelle: Big-O-Productions]